Schon mein vierter kranker freier Tag und ich habe meine gewonnene Zeit bereits recht gut genutzt, um mir über meine Zukunft etwas klarer zu werden.

Endgültig entschieden ist noch nichts, aber derzeit tendiere ich doch sehr dazu, diese Ausbildung abzubrechen, stattdessen meinen Beruf als HP etwas zu "modifizieren" und wieder selbstständig zu arbeiten.

Ich hatte früher so viel Freude am Unterrichten, dass ich vermutlich in diese Richtig gehen werde. Ausbildungskurse und diverse Seminare kann ich anbieten, sei es nun spezielle Prüfungsvorbereitung oder Wirbelsäulen-Kurse für schulranzengeschädigte Kids, oder, oder, oder ...  

Naturheilkundliche Themen gehen natürlich auch immer, ob nun als Kurs an der VHS oder sonstwo - ich denke, der Bereich, in dem ich tätig sein kann, ist breit gefächert.

Massagen und Wohlfühlanwendungen kann ich ja weiterhin anbieten, aber ich möchte keine "wirklich" kranken Menschen mehr selbstständig behandeln. Vermutlich hätte ich auch in Zukunft Angst, etwas Wichtiges zu übersehen, nein, in diesem Punkt bin ich mir absolut im Klaren, dass ich das nicht mehr möchte.

Ich bin wohl schon immer eher der Lehrer, als der Behandler gewesen und die Erfahrungen der letzten Zeit haben mir das nochmal deutlich in Erinnerung gerufen.

Therapeutisches Schreiben z.B. gehört auch zu den Dingen, die ich mir gut vorstellen kann, als Kurs anzubieten. Habe selbst schon diverse Schreibereien veröffentlicht und gute Erfahrungen in diesem Bereich gemacht.
Darüber hinaus stellt meine Hospiz-Tätigkeit einen großen Pool an Möglichkeiten dar. Da gäbe es noch so viel voranzubringen ... Ich muss einfach die Weihnachtszeit jetzt noch intensiv nutzen, um mir über zwei bis drei Kurs-Konzepte klar zu werden und diese im Groben auszuarbeiten - dann könnte es auch fast schon losgehen.

Was gäb`s denn noch? Sicher ... ein Workshop zum Thema Fußreflexzonenmassage wäre denkbar oder Baby/- bzw. Partnermassage, Dinge in dieser Richtung eben, da bin ich ganz gut ausgebildet und das würde ich mir auch zutrauen.

Mal schauen, vor allem aus der Gestalttherapie und dem NLP fällt mir Etliches ein, was man sicher sinnvoll unters Volk bringen könnte - und je länger ich drüber nachdenke, um so mehr Wege und Möglichkeiten tun sich auf.

Endlich wieder mal ein richtig gutes Gefühl!

Zwar blöd, dass ich meine Praxis soeben erst geschlossen habe, aber egal, die Räume wären für Kurse und Seminare ohnehin nicht wirklich geeingnet gewesen, vielleicht war dieser Umweg einfach nötig, um alte Ketten sprengen und neue Verbindungen knüpfen zu können. Fühle mich jedenfalls bedeutend besser und zuversichtlicher, als zuletzt.

Keine Ahnung, ob ich mich jemals "angekommen" fühlen werde, aber vielleicht ist das auch gar nicht das Ziel? Möglicherweise sind diese ständigen Veränderungen nichts weiter als nötige Schritte, die zu gar keinem "Ende" führen, sondern sie einfach um ihrer Selbst Willen geschehen? Ist nicht der WEG das ZIEL?

Hierzu fällt mir noch ein netter Spruch ein (weiß aber nicht, von wem er stammt):

Wer niemals vom Weg abkommt,
der bleibt über kurz oder lang auf der Strecke.

In diesem Sinne ... die schönsten Blumen wachsen ja bekanntlich abseits vom Weg - also ab und an mal runter von der Straße, Augen schließen, tiiiiiiieeeef einatmen und den Duft genießen!

10.12.10 16:27

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