Auszeit ...

So, hätte ja eigentlich heute noch Frühdienst gehabt und exakt in diesem Moment sollte gerade meine Praxisbegleitung laufen, in der ich meinen Lehrer von meinem uuuuunglaublichen Können überzeugen wollte aber nö, da is nu nix draus geworden, weil ich seit gestern krank geschrieben bin - bis einschließlich Freitag ...

Ging mir ja nicht so gut, die letzten Tage und scheinbar hab ich meinem Unterbewusstsein etwas ZU deutlich mitgeteilt, dass ich mit der Situation ziemlich unzufrieden bin, denn es war so freundlich, mich seit dem Wochenende mit Kopfschmerzen zu beglücken und am Montag kam dann noch Schwindel dazu, der noch immer nicht weg ist. Scheiß Gefühl, trau mich nicht mal, mit den Hunden Gassi zu gehen, musste mein Mann vorhin erledigen.

Ehrlich gesagt bin ich aber gleichzeitig auch recht dankbar, dass ich nun eine kleine Auszeit bekommen habe, in der ich mir ein paar Gedanken über meine Zukunft im Krankenhaus machen kann.

Bin mir nach wie vor sehr unklar darüber, ob ich das durchziehen soll, habe unheimlich oft damit zu kämpfen, wie mit uns Schülern umgegangen wird (und ich hab den Eindruck, mir geht`s da noch bedeutend besser, als manch anderem ...). Muss ich mir das denn wirklich geben?

Ich hab momentan so viele Sachen im Kopf, die ich in meinem eigentlichen Beruf als HP tun könnte, OHNE mich meinen Ängsten, irgendwas falsch zu machen oder übersehen zu können, aussetzen zu müssen - eventuell bin ich auch aus exakt diesem Grund überhaupt in dieser Situation gelandet?
Vielleicht ist es mir nur aufgrund der neuen Umstände überhaupt möglich, neue Wege zu finden - einfach weil ich viel bewusster und entschlossener danach suche, als bis vor Kurzem?

Hab ja mehr oder weniger in meiner "Komfort-Zone" festgehangen, will heißen: Mir ging`s ja nicht schlecht, also wozu groß anstrengen und große Schritte tun, wenn die kleinen doch auch genügen?

Inzwischen habe ich meinen bisherigen Beruf jedenfalls etwas mehr zu schätzen gelernt, bzw. die Möglichkeiten, die er mir bietet - die aktuelle Situation trägt nun noch ihren Teil dazu bei, dass ich mich in die Selbstständigkeit zurückwünsche - allerdings auf andere Art, als bisher.

Mal sehen, bis Freitag bin ich ja eh erst mal krank geschrieben, ab morgen hätte ich sowieso bis Sonntag frei gehabt, was also bedeutet, dass ich die beiden freien Tage, die nun in die Krankschreibung reifallen, zu einem anderen Zeitpunkt bekommen muss und dazu gibts nur noch wenig Möglichkeiten.
Hätte ab kommenden Montag nochmal neun Frühdienste am Stück und dann ist Weihnachtsurlaub und der Block schon rum. Dürften nun nach Adam Riese also nur noch sieben Arbeitstage sein und die halte ich definitiv noch durch.

Sicher auch die beiden Schulwochen im Januar und ob ich dann auf Station zurückkehre, das kann ich mir bis dahin ja nochmal genau überlegen. Gute 6 Wochen also, in denen ich meinen Plänen etwas konkretere Gestalt geben kann. Das ist doch recht erfreulich.

Ist zwar schade, denn ich hatte nicht erwartet, so schnell soooo anders zu denken, aber gut - Leben heißt VERÄNDERUNG und von daher begegne ich der ganzen Sache mal so positiv wie möglich und verbuche die aktuellen Ereignisse unter dem Kapitel "lehrsame Erfahrungen".

Der allererste Eintrag in diesem Weblog hatte den Titel
 "Pass auf, wass du dir wünschst" und ich hatte ja keine Ahnung, wie recht ich damit haben würde ...

Aber wie auch immer es kommen wird:

ALLES WIRD IST GUT!

8.12.10 08:40

bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


 Smileys einfügen

Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung